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Monthly Archives: September 2014

dbd ist ein derivat von data_opera bzw. ein link zwischen Michael Schweiger’s data_opera und Sonifer’s bass orientiertem analog synthesizer musik projekt. In dbd treffen die, im Rahmen der Special Issues Ausstellung gewonnenen, Erkenntnisse und davon abgeleiteten neuen Zugänge zu data_opera auf den schon seit einiger Zeit gewachsenen Wunsch nach Interaktivität abseits von “wo ist der Sensor” und was “beeinflusse ich direkt” während Sonifer’s live Performances.

dbd geht dabei augenzwinkernd, spielerisch und doch nicht unernst an die Interaktivität als Grundlage nichtintentionaler Ergebnisse intentionalen Einzeln-Handelns und an die Lernkurve bezüglich dieser Interependenzen heran.

dbd nutzt die unterschiedliche Bewegungsintensitäten der Teilnehmer_innen ebenso wie die räumlichen Gegebenheiten bezüglich Luftumwälzung, Staubentwicklung und deren Dynamik, die wiederum von den Teilnehmer_innen und deren Bewegungsmuster und Bewegungsinstensität, aber auch von der getragenen Kleidung, der Verteilung von Nichtraucher_innen zu Raucher_innen usw usf. und liefert somit kaum vorhersagbare Messergebnisse der Staubkonzentration an unterschiedlichen Punkten im Raum. Diese Staubkonzentrationen beeinflussen unterschiedliche Parameter des analogen Musik Setups, aber nicht im Sinne einer fixen “Verdrahtung” oder fixer Funktionen (mathematisch) sondern eher in der Art politischer oder medialer Aufmerksamkeit und/oder Wahrnehmung und Thematisierung. Kurz: Sonifer als steuerndes, bewusst, intentional handelndes System, das an der Erhaltung zumindest des Kerns der eigenen Klangpräferenzen und somit an seiner musikalische Selbstreproduktion interessiert ist, blendet die Wirkung der Staubkonzentrations – Messwerte und deren Entsprechung als Steuerspannungen für das analoge Synthesizer Instrumentarium, intentional, willkürlich mehr oder weniger ein oder aus. Zu welchem Grad, bleibt den Teilnehmer_innen verborgen.

 

 

Videos vom letzten Test-Setup: